HERAUSFORDERUNGEN:

Früher haben Amtsträger Öffentlichkeitsarbeit meist nur als eine kleine technische Aufgabe betrachtet. Die Berichterstattung bestand im Wesentlichen aus Reaktionen, ohne sich auf ein Ergebnis zu konzentrieren. Darüber hinaus mangelte es an Koordination bei der Behandlung von Problemen, die sich im Zuständigkeitsbereich mehrerer Behörden befinden. Diese Lage war besonders im Hinblick auf den russischen Informationskrieg gefährlich, als die Notwendigkeit entstand, über den Konflikt in der Ostukraine und die Reformen im Lande zu berichten.

Ziel des Projekts war es, die Berichterstattung der Behörden so schnell wie möglich (während der Projektdurchführung) mittels einer horizontalen Kooperation, durch Fortbildungen, mit Beratung und technischer Hilfe für öffentliche Einrichtungen sowie mit speziellen Projekten zu verbessern. Darüber hinaus wurden mit dem Projekt am Beispiel einiger Einrichtungen und Veranstaltungen neue Standards in der Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt, die eine Grundlage für eine umfassende Reform der Öffentlichkeitsarbeit auf nationaler und regionaler Ebene bilden können.

Unsere Aufgaben:

Aufbau einer strategischen Kommunikation in Pilotbehörden (Beteiligung der Leiter an der Planung und Umsetzung der Kommunikation; Bestimmung von Zielen und Zielgruppen, wichtiger Meldungen, von Pressesprechern, von Verbreitungswegen und Mitteln; Leistungsanalyse; usw.)

Aufbau eines Pilotsystems zur Koordination der Kommunikation zwischen Behörden (gemeinsame Gefahrenüberwachung, Koordination und Abstimmung wichtiger Meldungen, Statistik und Analyse, Kommunikationspläne, usw.)

Verbesserung der Effektivität der bestehenden Kommunikation und Umsetzung spezieller Projekte (insbesondere im Bereich der internationalen Kommunikation, Multimedia, Online, usw.)

Das haben wir erreicht:

Über 200 Pressesprecher von Behörden haben ein Handbuch über Öffentlichkeitsarbeit bekommen.

Über 50 Behördensprecher haben an Schulungen, Seminaren, Konferenzen, Exkursionen und anderen Maßnahmen teilgenommen.

Es wurde ein Verhaltenskodex, ein Kompetenzkatalog sowie ein System zur Bewertung der Leistung der Behördensprecher erarbeitet.

Umgesetzt wurden umfassende Projekte im Bereich des Personalwesens, mit dem Ziel, die Leistung der Pressesprecher in den Pilotbehörden zu verbessern (beim Generalstab der ukrainischen Streitkräfte, im Präsidialamt und Parlament).

Bezüglich des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte und des Verteidigungsministeriums: Gestärkt wurde das Vertrauen der Öffentlichkeit in die ukrainischen Streitkräfte. Der Anteil negativer Beiträge in der Berichterstattung der Medien über die ukrainischen Streitkräfte ist im Dezember 2015 auf vier Prozent zurückgegangen. Im Februar 2015 lag er noch bei 61,8 Prozent.

Bezüglich des Finanzministeriums und der Nationalbank der Ukraine: Bei der Berichterstattung über die Restrukturierung der Schulden der Ukraine konnte Populismus maximal unterbunden werden. Die Berichterstattung über die Verhandlungen und die Risiken eines Staatsbankrotts war in den führenden Medien ausgewogen und ruhig (einzelne von Russland lancierte negative Berichte ausgenommen). Die Anzahl negativer Meldungen über potenziell unpopuläre Maßnahmen ging zurück (über die Schließung nicht-staatlicher Banken, die Einführung der Registrierkassenpflicht, usw.). Das Vertrauen in die Nationalbank wurde gestärkt.

Bezüglich des Gesundheitsministeriums: Dank einer Aufklärungskampagne hat die Quote der Polio-Impfung ein hohes Niveau erreicht.

STRATEGISCHE KOMMUNIKATION IM PRÄSIDIALAMT

HERAUSFORDERUNGEN

Aufgabe des Teams für strategische Kommunikation beim ukrainischen Präsidialamt ist, die Kommunikation des Staatsoberhaupts und dessen Administration mit den Medien und der Zivilgesellschaft grundlegend zu verändern. Mit anderen Worten, unsere Aufgabe besteht darin, beim Präsidialamt für Offenheit zu sorgen.

Unsere Aufgaben:

Das Präsidialamt ist kein geheimer Bunker arroganter Herrschaften mehr, sondern ein Ort, wo Journalisten und Meinungsführer stets empfangen und angehört werden. Zum Komfort der Journalisten wurde das Pressezentrum modernisiert und ein bequemer Medienraum eingerichtet. Dort können die Journalisten mit schnellem Internet und bei einer Tasse Kaffee auch nach Beendigung von Presseveranstaltungen in Ruhe weiterarbeiten.

Im Präsidialamt finden erstmals seit der Unabhängigkeit des Landes Kunstausstellungen statt, die jeder besuchen kann – ob reich oder arm und unabhängig von seinen Ansichten. Solche Veränderungen bringen die oberste Staatsführung den Menschen näher, von denen sie ihren Regierungsauftrag erhalten hat.

Der ukrainische Präsident und die Vertreter des Präsidialamts sprechen regelmäßig mit den Medien über Themen, die der Zivilgesellschaft wichtig sind. Das hilft, sehr viele Informations-Attacken des Feindes zu verhindern.

Das haben wir erreicht:

Eine neue systematische Herangehensweise, wie wichtige Jahrestage in der Ukraine begangen werden (www.ukrainianway.org)

20 landesweite Informationskampagnen, von der jede über 80 Millionen Kontakte erreicht

Über 7000 Bürger konnten den neuen Art Hub „Second Floor ArtCenter“ besuchen, der Teil der Exkursion im Präsidialamt ist

Die Bearbeitung von Anfragen der Medien ist von fünf auf zwei Tage verkürzt worden

Eine aktive Kommunikation mit ausländischen Medien, eine Zunahme ausgezeichneter Artikel über die Ukraine und die Verdoppelung der Anzahl von Interviews mit dem Präsidenten

Eine deutliche Zunahme der Besucher von Seiten des Präsidialamtes in sozialen Netzwerken um 85 Prozent sowie eine Vertiefung des Dialogs mit den immer aktiver werdenden Internetusern